Wie ich diese Düfte vermisst habe

Wie ich diese Düfte vermisst habe

Semesterferien sind immer gekennzeichnet von zwei Dingen: Chaos und Entbehrung. Der Alltag, wie man ihn kennt, existiert nicht. Man hat viel zu viel Freizeit, macht dumme Dinge und bringt sich pausenlos in Schwierigkeiten. Und obendrein fehlen einem mit der Zeit gewisse Umstände – ja, ernsthaft. Zumindest ist es bei mir so. Gott sei Dank ist das Sommersemester 2010 nun schon wieder in vollem Gange und daher hat diese schreckliche Zeit der Semesterferien zumindest vorerst ein Ende – bis Juli.
Und somit muss ich nun auch nicht mehr auf diesen ach so ekligen Gestank tollen Duft von Urin auf den Uni-Toiletten verzichten, den man doch vom ersten Tage an ins Herz geschlossen hat.
Seit sechs Semestern frage ich mich, wieso Studenten so manche einfache Tätigkeit nicht beherrschen. Manche können nach dem “Pipi machen” nicht die Toiletten-Spülung benutzen, manche strullern daneben, weil sie scheinbar absolut nicht zielen können, und wieder andere verstehen nicht, dass man in ein Pissoir nicht Unmengen an Toiletten-Papier hineinstopfen kann, ohne dass es zur totalen Verstopfung und zum Überlaufen von Wasser kommen kann. Scheint wohl alles ziemlich schwierig zu sein… oder die Leute mögen diesen Urin-Geruch wirklich so sehr, dass sie alles dafür tun, damit der ja nicht mal in geringerem Maße zu vernehmen ist… schon toll, wenn der Gestank so in der Nase “brennt”, dass man vermuten muss mit Nasenbluten ins Freie zu treten… ja, hat was!

Da hat mein sechstes Semester begonnen

Ruhr-Universität Bochum

Heute war mein erster Tag in der Vorlesungszeit meines sechsten Semesters. Offiziell bin ich ja schon seit dem Tag der Aprilscherze im sechsten Semester, doch erst jetzt geht es wieder richtig los. Und zwar hatte ich eine Vorlesung im Bereich der Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit mit dem Titel “Von der Aufklärung bis zum Ende der Weimarer Republik”. Und der erste Eindruck war mal wieder super, aber das die Vorlesung klasse werden würde war mir eh schon lange klar. Nebenbei konnte ich noch eine Hausarbeit in Schriftform abgeben, die ich vorher nur als E-Mail-Anhang eingereicht hatte, und auch weitere Unstimmigkeiten konnten heute zum Glück gelöst werden.
Morgen werden zwei meiner insgesamt drei Veranstaltungen stattfinden. Und auch die restliche Woche ist -scheinbar – mit stattfindenden Veranstaltungen “gesegnet”. Ja, richtig. Ich schreibe “gesegnet”, denn meine bisherigen Erfahrungen mit der ersten Semester-Woche sind alles andere als brillant, da immer mehr als die Hälfte der Veranstaltungen gar nicht erst stattfand, obwohl es anders angekündigt war. (Bei anderen Bloggerinnen und Bloggern habe ich da ja schon wieder so einige Geschichten zu gelesen… ich bin nicht allein!) Dieses Mal weiß ich allerdings relativ sicher, dass bis auf zwei Veranstaltungen jede Veranstaltung stattfinden wird bis zum Wochenende. Gutes Gefühl! So kommt man schnell wieder rein und weiß dann auch relativ schnell wie das Semester so werden wird. Und wenn ich ehrlich bin will ich schnell sondieren was dieses Semester auf mich wartet, denn ich will mich da schnell drauf einstellen und mir eine gute Planung zulegen, damit ich mir selbst möglichst wenig Druck aufbürde.
Aber jetzt erst einmal abwarten bis zum Wochenende und dann ein verkürztes Fazit ziehen… Studium ist Planungssache. Und das gilt vor allem dann, wenn man neben dem Studium auch noch Leben will. Und “Leben” ist bei mir im Moment eindeutig wahnsinnig wichtig…
Meinen Stundenplan würde ich euch übrigens gerne präsentieren, aber noch sind kleine Variablen enthalten… daher geht’s noch nicht.

Praktikum im Archiv: Die 4 Wochen sind vorbei

Praktikum im Archiv: Die 4 Wochen sind vorbei

So schnell vergehen vier Wochen. Mein Praktikum in Dorstener Stadtarchiv liegt hinter mir. Nun muss ich nur noch den Praktikumsbericht zu Papier bringen – eine einfache Aufgabe, die ich in den nächsten zwei Wochen eher nebenher angehen werde.
Die vier Wochen waren wirklich toll. Und ich habe eine ganze Menge in der Zeit gelernt. So konnte ich einen Einblick im die täglichen Arbeiten, die in einem Archiv anfallen, gewinnen. Spannend waren auch die Recherchen, die man für so manchen Interessieren anstellen musste, der gerade Familienforschung oder Heimatforschung betreibt. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man Teil eines Forschungsprozesses ist und da helfen kann, dass es vorwärts geht. Außerdem habe ich gelernt, wie man von Hand Bücher bindet. War sehr spannend und die Buchbinderei ist zudem ein sehr tolles Handwerk, das auch nicht jeder beherrscht. Über die Stadt Dorsten habe ich natürlich auch eine Menge mehr erfahren als ich bisher wusste. Und das ist auch eine total tolle Sache, da ich mir genau das auch erhofft hatte als ich vor vier Wochen zum ersten Mal einen Fuß ins Archiv setzte. Zudem konnte ich auch einen Einblick in die Politik der Stadt gewinnen und den Stellenwert des Archivs für Dorsten ermitteln. Es ist schon spannend zu sehen, wie ein Archiv von Politikern genutzt und angesehen wird. Insgesamt kann ich sagen: Es war eine sehr lehrreiche Zeit.
Aber ich habe nicht nur viel gelernt, sondern auch nette Menschen kennengelernt, die ich in Zukunft auf jeden Fall häufiger besuchen will. Nächste Woche will ich für zwei Stunden “auf Besuch” ins Archiv, wenn ich das schaffe, weil ja immerhin die Uni wieder losgeht. Aber ich bin da zuversichtlich. Vor allem habe ich in diesem Semester auch ein Seminar, das es mit sich bringt, dass ich öfter mal im Archiv die Zeitungen der 60er Jahre sichten werde.
Es war eine tolle Zeit, die nun leider vorbei ist. So ein tolles Praktikum hatte ich bisher in meinem Leben noch nicht…

Die Hausarbeit ist fertig! Und ich sofort: Yeah!

Ruhr-Universität Bochum

Ich war die letzten Wochen der totalen Prokrastination verfallen, doch seit Sonntag habe ich jeden Tag wie besessen an meiner Hausarbeit zum Thema “Legaten und ihre Aufgaben im Spätmittelalter” gearbeitet, wenn sich mir die Möglichkeit dazu bot. Sie ist für ein Hauptseminar in meinem Studienfach Geschichte und bringt mir nun hoffentlich eine gute Note. 37 Seiten umfasst sie, wenn man den Anhang mitzählt. Ohne bleiben immer noch 24 Seiten übrig. Eine so umfassende Hausarbeit musste ich bisher noch nicht schreiben. Ist schon etwas anderes als 10 oder 15 Seiten zu fabrizieren. Aber insgesamt gesehen hat es mir auch viel Spaß gemacht. Vor allem nachdem ich einmal den Arsch hoch bekommen hatte und die ersten Sätze getippt waren. Nun muss ich sie morgen, wenn ich im Archiv Feierabend habe, nach Bochum bringen und dort abgeben. Und dann hilft nur noch abwarten auf die Bewertung. Aber mir wird sicherlich nicht langweilig während ich warte, denn der 31.03.2010 ist der Abgabetermin für eine weitere Hausarbeit, welche ich ab nächsten Montag angehen werde. Das Wochenende will ich aber von Hausarbeiten, Sekundärliteratur und Quellen nichts mehr wissen. Es war zwar spaßig, aber genug ist genug.

Praktikum im Archiv: Der erste Eindruck

Praktikum im Archiv: Der erste Eindruck

Es ist nun Dienstagabend und somit sind meine ersten beiden Tage des Praktikums im Dorstener Stadtarchiv herum. Es ist also durchaus an der Zeit meine ersten Eindrücke zu schildern – aber auch nur kurz und knapp. Bevor ich dieses Praktikum angetreten habe war ich natürlich angespannt, da man ja nie weiß, was einen nun genau erwartet. Was soll beziehungsweise darf man machen? Wie gestaltet sich das Verhältnis zu den Mitarbeitern? Dinge, die vor allem für ein Praktikum von vier Wochen durchaus von großer Bedeutung sind, da man ja nicht gerade eine kurze Zeit an der Wirkungsstätte verbringt.
Ich kann nach den bisherigen Erfahrungen nur Positives vermelden. Ich habe interessante Aufgaben zu erledigen, habe einen bisher ganz spannenden Einblick in die Arbeiten, die in einem Archiv anfallen, bekommen und finde vor allem auch den Recherche-Aspekt sehr toll, da ich da für mich sehr viel mitnehmen kann. Das liegt aber wohl auch daran, dass ich mich aktuell mit einem für mich spannenden Thema beschäftigen darf. Und zwar mit Akten, Daten und Fakten aus den Jahren 1944 und 1945. Sehr interessant und ein absolutes Paradies für einen “Neuzeitler” wie mich. Mit den Mitarbeitern komme ich übrigens auch super klar – da passt alles. Natürlich total toll. Ich bin außerdem froh, dass ich mir ein “kleines” Archiv ausgesucht habe und nicht das Gegenteil nun aufsuche, da ich bisher das Gefühl habe viel mehr mit zu bekommen als in einem großen Archiv – also was Abläufe und so weiter betrifft. Ist ja auch alles ein wenig persönlicher. Zudem muss man sich nicht auf so viele unterschiedliche Charaktere einstellen. Ich hätte damit zwar kein Problem, aber schlecht finde ich es so, wie es nun ist, auf keinen Fall.
Ich arbeite übrigens die nächsten vier Wochen immer von 7 Uhr morgens bis nachmittags um 16 Uhr. Freitags habe ich eher Feierabend und das ist auch gut so. Immerhin kann ich dann an dem Tage auch noch ein Menge anderer Dinge erledigen.
Was meine Hausarbeit angeht, so bin ich nun richtig guter Dinge, denn: Es läuft! Auch ein Aspekt, der mich total freut. Da jetzt gleich noch ein paar Minuten dran arbeiten, wenn meine selbst gesteckte Pause vorbei ist, und dann auch schon ab ins Bett und zur Entspannung noch irgendeine Serie schauen. Hachja… ist es im Moment alles schön…

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