Die LoveParade 2010 wurde von einer schrecklichen Tragödie überschattet

Eine ganze Region ist entsetzt. Das gesamte Ruhrgebiet scheint einen Tag nach dem Vorkommnissen bei der LoveParade 2010 in Duisburg unter Schock zu stehen. Es sollte die größte Party des Jahres und ein Aushängeschild für Europas Kulturhauptstadt, der Metropole Ruhr, werden. Stattdessen ereignete sich eine Tragödie. Bei einer Massenpanik am Eingang zum LoveParade-Gelände wurden, während über eine Million auf dem Gelände ausgelassen feierte, 19 Menschen getötet und über 342 verletzt – viele davon schwer. Der genaue Verlauf ist bisher noch ungeklärt, aber Augenzeugen-Berichte lassen ein schreckliches Bild erahnen.
Die LoveParade fand dieses Jahr im alten Güterbahnhof der Stadt Duisburg statt. Ein sehr hübsches Gelände, das sich sicherlich auch gut für so eine Party anbietet. Zum Erreichen des Geländes musste eine Unterführung (an der Karl-Lehr-Straße) durchschritten werden. Aus dieser Unterführung wurde ein enger Tunnel ohne Entkommen – eine Falle. Ich möchte über die Ursache nicht spekulieren, denn die Untersuchungen, die bereits angelaufen sind, werden sicherlich ein eindeutiges Bild ohne Zweifel zeichnen.
Ob eine Kettenreaktion durch einige Besucher, die über Sicherheitszäune klettern wollten, um auf das Gelände zu kommen, ausgelöst wurde oder ob diese Tragödie eine andere Ursache hatte, wird in den nächsten Tagen sicherlich abschließend geklärt werden können. Ebenfalls wird man dann wissen, ob dieses Ereignis hätte verhindert werden können.
Und auch mögliche Schuldige werden dann beim Namen genannt werden können. Aber bis dahin sollte man keine voreiligen Schlüsse ziehen. Auch wenn dies sicherlich nicht leicht fällt.
Mehr Informationen findet ihr zum Beispiel hier und hier. Dort sind auch Fotos, Videos und vieles mehr zu sehen.
Auf der Pressekonferenz von heute Mittag hat der Veranstalter Rainer Schaller mitgeteilt, dass es zu keiner neuen LoveParade mehr kommen wird – aus Respekt vor den Verstorbenen.
Ich wollte übrigens auch zur LoveParade gehen. Erst gestern Mittag hatte ich mich spontan dagegen entschieden, da ich morgens eine Klausur zu schreiben hatte und danach einfach nur müde war. Hinzu kam dann noch, dass ich irgendwie gefroren habe… warum auch immer. Somit bin ich von Bochum nicht weiter nach Duisburg, sondern wieder nach Hause gefahren. Und selbst als mich dann noch ein alten Kollege überreden wollte, bin ich standhaft geblieben. Im Nachhinein sicher eine gute Entscheidung.
Und so kann ich Entwarnung geben… ich war nicht in Duisburg und mir ist nichts passiert. Gab ja gestern Abend oder im Laufe der Nacht noch die eine oder andere Nachfrage. Ich bin wohlauf. Geschockt war ich gestern Abend dennoch über die Nachricht. Und zwar nicht wenig.
So etwas darf nicht passieren – eine Tragödie. An dieser Stelle möchte ich mein Mitgefühl für die Opfer und die Angehörigen, aber auch an alle, die diese schrecklichen Minuten/Stunden überstehen mussten, aussprechen.
Und viel mehr kann ich dazu nicht mehr äußern… was sagt ihr denn dazu?




Hier schreibt Lordy, Jahrgang 1986, männlich, Single, Student der Geschichtswissenschaft und kath. Theologie an der Ruhr-Universität Bochum, wohnhaft in Dorsten (nördliches Ruhrgebiet), Gothic, abenteuerlustig, dauernd unterwegs, Serien-Junkie, Wii-Freak, Wrestling-Fan, Twitter-süchtig und BVB-Anhänger. 



